Von Finnland bis Griechenland, von Schottland bis zur Türkei: Vom 16. bis 20. März treffen sich VertreterInnen von 42 Jugendeinrichtungen aus 17 europäischen Ländern in Hattingen an der Ruhr. Im Rahmen des internationalen Kongresses bereiten sie insgesamt 14 internationale Jugend-Workcamps vor, mit denen sie im Sommer ein Zeichen für ein offenes Europa setzen werden.

Sie legen Öko-Felder in Spanien an, entwickeln eine Theater-Performance zum Thema Diskriminierung in Litauen, reparieren Wanderwege in Schottland und renovieren Jugendeinrichtungen in Polen, Frankreich und der Türkei: Die Projekte im Rahmen des Förderprogramms ewoca³ sind vielfältig, aber es gibt Gemeinsamkeiten. Immer sind Jugendliche aus drei Ländern beteiligt, immer geht es um zivilgesellschaftliches Engagement – und vor allem auch um handfeste Arbeiten, die jeweils die Situation vor Ort verbessern.

Ein solches Großprojekt der europäischen Jugendzusammenarbeit verlangt einiges an Koordination. Deshalb hat das in Dortmund ansässige Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB e.V.) zu dem Projektplanungskongress nach Hattingen eingeladen. Im Namen des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen begrüßte Jürgen Schattmann, Gruppenleiter Jugend im Ministerium, die TeilnehmerInnen aus den 17 Ländern.

Bis Montag beschäftigen sich die TeilnehmerInnen nun mit pädagogischen Konzepten für die internationale Workcamp-Arbeit und bereiten ihre konkreten Projekte vor. Eine der für dieses Jahr geplanten 14 Jugendbegegnungen ist zum Beispiel der Abschluss der dreijährigen Workcamp-Reihe „Von Wikingern und anderen Minderheiten – Demokratie in Europa erleben“. Seit 2015 haben Jugendliche aus Deutschland, Dänemark und der Ukraine jeweils im Sommer an einem Wikinger-Schiff gebaut. In diesem August werden sie das zehn Meter lange Schiff in der Ukraine fertigstellen. Anschließend brechen sie zu einer mehrtägigen Jungfernfahrt in der Nähe der moldawischen Grenze auf, um dort mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Kontakt zu kommen. Anschließend verbleibt das Schiff in der Ukraine und wird dort weiter für die Jugendarbeit genutzt.

„Mit ewoca³ zeigen wir, welch großartige Projekte der internationalen Verständigungsarbeit Jugendliche auf die Beine stellen können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB e.V. „Wir werden uns weiter im engen Dialog mit der Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen dafür einsetzen, die Strukturen auszubauen, die diese Arbeit überhaupt erst möglich machen.“

Planen, diskutieren, organisieren – in Hattingen/Ruhr bereiten sich VertreterInnen von 42 Jugendorganisationen aus 17 Ländern auf ein Großprojekt der europäischen Jugendzusammenarbeit vor.

Planen, diskutieren, organisieren – in Hattingen/Ruhr bereiten sich VertreterInnen von 42 Jugendorganisationen aus 17 Ländern auf ein Großprojekt der europäischen Jugendzusammenarbeit vor. (Foto: Rolf van Raden/IBB e.V.)

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Jürgen Schattmann, Gruppenleiter Jugend im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen begrüßt die TeilnehmerInnen aus den 17 Ländern. (Foto: Rolf van Raden/IBB e.V.)

Jürgen Schattmann, Gruppenleiter Jugend im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen begrüßt die TeilnehmerInnen aus den 17 Ländern. (Foto: Rolf van Raden/IBB e.V.)

Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB e.V. bedankt sich bei den Aktiven für ihr Engagement. (Foto: Rolf van Raden/IBB e.V.)

Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB e.V. bedankt sich bei den Aktiven für ihr Engagement. (Foto: Rolf van Raden/IBB e.V.)

Aktiv für ein offenes Europa