Süsel. Jugendliche aus Schleswig-Holstein, Dänemark und der Ukraine bauen gemeinsam ein seetüchtiges Wikingerschiff – und beschäftigen sich währenddessen intensiv mit der Rolle von Minderheiten in Europa. Am Donnerstag, den 25. August 2016 hat Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, das ungewöhnliche Projekt der internationalen Jugendarbeit besucht.

„Von Wikingern und anderen Minderheiten – Demokratie in Europa erleben“ – das ist der Titel des insgesamt dreijährigen Projekts, dass der Verein Alte Schule e.V. aus Buchholz zusammen mit zwei Partnerorganisationen aus Dänemark und der Ukraine ins Leben gerufen hat. Im vergangenen Herbst hat Kristin Alheit die Schirmherrschaft für die Partnerschaft übernommen. Jetzt haben die Jugendlichen der Ministerin ihre Arbeit präsentiert. Im Anschluss fand eine gemeinsame Gesprächsrunde zum Thema Minderheiten in Schleswig-Holstein und Europa statt.

Anlässlich des Besuchs hob Alheit den Stellenwert europaweiter Jugendarbeit hervor: „Gerade in Zeiten, in denen für viele die europäische Zusammenarbeit an Glanz eingebüßt hat, zeigen solche Projekte, dass man Jugendliche für die Idee internationaler Zusammenarbeit begeistern kann. Das Wikingerschiff ist eine tolle Idee, die als Symbol für eine Kooperation über Grenzen hinweg steht. Vor 70 Jahren, als das Land Schleswig-Holstein gegründet wurde, war an eine so enge Partnerschaft gerade im Grenzland nicht zu denken. Konzepte wie das Workcamp öffnen den Blick und schmieden persönliche Verbindungen, die prägend sind.“

Vor einem Jahr haben sich die Jugendlichen aus den drei Ländern erstmals in Dänemark getroffen. Nun haben sie ihre Arbeit an dem Wikinger-Schiff vom 13. bis 28. August in Süsel/Schleswig-Holstein fortgesetzt. Im kommenden Sommer soll das Schiff dann gemeinsam in der Ukraine fertiggestellt werden. Dort wird es anschließend dauerhaft für die internationale Jugendarbeit genutzt – und zwar von dem Verein Euro-Viking e.V. des Abenteurers und Weltumseglers Burghard Pieske.

Das Schiffsbau-Projekt ist Teil des Workcamp-Programms ewoca³(+), das vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB e.V.) durchgeführt und mit Mitteln aus dem Innovationsfonds im Kinder- und Jugendhilfeplan des Bundes gefördert wird.

„Wir freuen uns, dass wir in Frau Ministerin Alheit eine prominente Unterstützerin und mit Alte Schule e.V. einen starken Partner in Schleswig-Holstein haben“, sagt Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB e.V. „Und wir hoffen sehr, dass wir auch zukünftig Projekte wie dieses mit solch tollen Jugendlichen realisieren können, die in ihrem Workcamp ein weltoffenes Europa leben – und sich auch danach weiter dafür engagieren.”

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Segel setzen für ein Europa ohne Vorurteile