Von Frankreich bis Sibiren: 15 internationale Workcamps in elf Ländern!

Ein großes europäisches Jugendprojekt startet in die Aktionsphase 2016: Mehr als 300 Jugendliche aus 17 Ländern fahren auf 15 internationale Workcamps, um soziale und nachhaltige Projekte zu verwirklichen. Mit dabei sind Jugendgruppen aus neun NRW-Städten sowie aus Brandenburg, Thüringen und Schleswig-Holstein. Ermöglichst wird das durch die Förderprogramme ewoca³ und ewoca³(+).

Den Auftakt machen Jugendliche aus Köln-Chorweiler. Sie treffen sich am Sonntag, den 26. Juni mit Gleichaltrigen aus Katowice/Polen in Morbecque/Frankreich. Gemeinsam mit lokalen Jugendlichen errichten sie dort innerhalb von zwei Wochen eine Holzhütte mit Feuerstelle, in der zukünftig Kinder- und Jugendgruppen übernachten können. Das Workcamp findet in einer durch die beiden Weltkriege geprägten Region statt. Die TeilnehmerInnen beschäftigen sich daher außerdem an historischen Orten mit dieser Geschichte, um sich gemeinsam für Frieden, Respekt und Toleranz einzusetzen.

Weiter geht es bereits am 11. Juli rund tausend Kilometer weiter östlich. Im niederschlesischen Krzyżowa treffen sich junge Menschen aus Unna (Deutschland), Latina (Italien) und Grodziszcze (Polen). Sie werden bei der Denkmalpflege und Dokumentation auf einem jüdischen Friedhof helfen. Auch die TeilnehmerInnen der anderen Workcamps haben sich einiges vorgenommen: Auf dem Plan stehen unter anderem Restaurierungsarbeiten im Umfeld der historischen Kirchenburg in Rumänien, eine temporäre Fahrradwerkstatt in Belarus sowie mehrere Gartenbauprojekte. In Florenz entwickeln TeilnehmerInnen eine Theaterperformance, die sich mit Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzt. Auf der griechischen Ägäis-Insel Samothraki bauen die Jugendlichen im Rahmen eines Theaterprojekts gleich auch noch eine dauerhaft nutzbare Freilichtbühne.

So unterschiedlich die Projekte sind – eines haben sie gemeinsam: „Wir verbinden gemeinnützige Arbeit mit vielschichtigen interkulturellen Erfahrungen“, sagt Katharina Teiting, die beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB e.V.) die Förderprogramme ewoca³ und ewoca³(+) koordiniert. „Gerade jetzt, wo es politisch oft nicht ganz einfach ist, finden wir es wichtig, ein gemeinsames Europa für die Jugendlichen erfahrbar zu machen.“ Die beteiligten Jugendgruppen arbeiten nicht nur für einen Sommer zusammen, sondern insgesamt drei Jahre lang. In jedem Jahr verwirklichen sie ein Projekt bei einem der lokalen Partner.

In dem Internet-Blog „ewoca³ Live“ berichten die Jugendlichen selbst direkt von den Workcamps und über ihre Erfahrungen und Eindrücke – auf deutsch und auf englisch, damit die Inhalte international gelesen werden können. Das Blog ist unter www.ewoca.org/live/ zu erreichen.

Der ewoca ³-Sommer 2016 beginnt